wurzelfrau
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Vermeidungspolitik

Grade habe ich meine Blogrunde gedreht und dabei bin ich an gedanklich bei Martin und Jens und ihren Gedanken zu Wulff und der Zukunftsentwicklung hängen geblieben. Ohne jetzt die Inhalte genauer zu thematisieren, habe ich mich schon länger gefragt, was mir bei der Betrachtung aktueller Geschehnisse so sauer aufstösst. Es ist diese eiernde (Meinungs-) Vermeidungspolitik, dieses schleichende Mittelmaß, dieses für alle Seiten gefällig sein wollen, was mich so nachdenklich, nein ärgerlich macht. Und das kann man ja auf allen Ebenen feststellen. Es geht schon lange nicht mehr darum wirklich etwas zu bewegen. Nein, es geht darum, möglichst ohne Fehler zu machen und irgendwo anzuecken durchs Leben zu gehen. Leider fällt dabei eines auf: Diese Taktik verhindert es, wirklich gut, ja herausragend zu sein. Denn dann müsste man sich bestimmte Fettnäpfe und Fehlgriffe zugestehen, aber danach beurteilt ja heute keiner mehr. Fehler sind viel maßgeblicher als Erfolge und deswegen kommt es auch kaum noch zu nennenswerten.

Auseinandersetzung ist out, Differenzierung ist out, Konsequenz ist out, Prioritäten sind out. Authentizität ist out!

Da wird nicht konsequent geguckt, dass der Wulff für dieses Amt, meiner Meinung nach, völlig ungeeignet ist, weil er mit recht zwielichtigen Gruppierungen klüngelt. Nein, da wird ihm nahegelegt, sich zu distanzieren. Vermeidungspolitik. Den Schluss zu ziehen, dass der Mann wegen seiner offensichtlichen Gesinnung ein absoluter Fehlgriff ist und zu dieser Ansicht zu stehen, geschieht nicht. Das macht mich viel nachdenklicher, als dass ihn irgendwer aus Überzeugung wählt.


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