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Anhand von Martins Artikel, der eigentlich ein ganz anderes Thema behandelt, habe ich mir noch mal einige Gedanken zu meiner vorhandenen Abneigung gegen spirituelle Gruppen gemacht. Martin schreibt:
Das geht mir ganz ähnlich und zwar am deutlichsten bei spirituellen Gruppen. Als ich angefangen habe, mich mit der Naturspiritualität auseinanderzusetzen, führte mich mein Weg vor gut 10 Jahren in eine solche Gruppe. Die Vorteile lagen klar auf der Hand: Ich war neu in der Richtung, vor mir tat sich ein unerschöpfliches Feld von Möglichkeiten auf, zusammen lernen fand ich toll, Austausch ebenso und die Leute wirkten charismatisch. Die Sache war also beschlossen und lief auch gut an. Ich setzte mich ein, gestaltete aktiv mit, übernahm Verantwortung, arbeitete die Themen durch, tauschte mich aus, brachte meine Meinung ein und- rannte gnadenlos gegen die Wand. Der Punkt war nämlich, dass das Mitarbeiten natürlich willkommen und gewünscht war, die Fäden aus der Hand geben, sich als (gleichwertiges) Teil eines Ganzen sehen, demnach (nur) einer unter vielen sein, aber eine ganz andere Sache. Wozu hat man denn hier eine Hohepriesterin?! Und da sind wir schon an zwei entscheidenden Punkten, die nach wie vor Unsitte sind. Zum einen sind das die Titel. Für mich ganz persönlich sind die Zeiten der Priester vorbei. Vor allem die jener, die gerne den Titel, aber nicht die Verantwortung haben möchten. Klar kann es sein, dass jemand auf einem Gebiet sehr bewandert ist, ob das aber für mich persönlich tauglich ist, ist zumindest in spiritueller Hinsicht sehr subjektiv gelagert und hat auch immer mit der Persönlichkeit des Menschen zu tun, der die besondere Fähigkeit oder Kenntnis hat. Grade in Heidenkreisen ist der Titel “Priester” ja weit verbreitet. Gern auch kombiniert mit vorstehendem “Hohe”. Da ist ja jeder, der einmal erfolgreich eine Glühbirne gewechselt hat gleich Hohepriester, ob dieser wahnsinnigen Energieerfahrung. Was das aber bedeutet, ist oft unklar. Das “Hohe” meint nämlich, dass man in einer Gruppe (von Priestern) den höchsten Rang hat. Wenn man allein auf weiter Flur ist, macht die Bezeichnung keinen Sinn. Zum anderen ist es die hierarchische Struktur spiritueller Gruppen unter dem Deckmäntelchen des individuellen Aufstiegsprozesses. Martin schlussfolgert:
Das möchte ich unterschreiben. Aber was heisst das genau? Für mich ganz klar: Konstruktive Konsensfindung. Basisdemokratie. Eine Gemeinschaft ist für mich dann interessant und lebbar, wenn sie auf diesen Grundsätzen basierend miteinander umgeht. Wenn Entscheidungen durch unmittelbare Beteiligung aller getroffen werden, wenn jeder eine Stimme hat und nutzt, wenn jeder repräsentieren darf, wenn das Individuelle tatsächlich bereichert und entwickelt wird, wenn wirkliche Wertschätzung stattfindet, wenn Multispiritualität gelebt wird. Das ist für mich ein zukunftstragendes Modell.
Kai Sturmauge
Na dann schaun wer doch mal, was Deine Eindrücke Anfang August so sind… ;-) Liebe Wurzelfrau, [...] einerseits durch Wurzelfraus Artikel über spirituelle Basisdemokratie, andererseits durch eine Unterhaltung mit einer katholischen Bekannten, die über [...] RSS Feed für die Kommentare | TrackBack URL |
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